Schiefer

Sie kennen die malerischen Schieferdächer der Fachwerkhäuser im Mittelgebirge? Der jahrhundertealte Baustoff Schiefer erfreut sich auch heute wieder wachsender Beliebtheit als schöner und natürlicher Baustoff.

Schiefer ist ein Sammelbegriff für feinkörnige Sedimentgesteine. Diese sind vor ca. 400 Millionen Jahren durch Ablagerungen entstanden. Der Tonschiefer wird nach den Regionen seines Abbaus klassifiziert. Diese Einteilung besteht bereits seit den 20er Jahren und ist immer noch gebräuchlich.

Es gibt in Deutschland den Sauerländer Schiefer, Hunsrücker Schiefer, Moselschiefer und Thüringer Schiefer. Das Hauptabbauland ist allerdings Spanien. Am Abbaugebiet lässt sich allerdings nicht direkt die Qualität des Schiefers erkennen, diese lässt sich trotz der EG-Normen nicht ohne Probleme bestimmen. Besonders bei Schiefer aus dem Ausland ist die Qualität schwer einzuschätzen, da es keinen Beleg für die Haltbarkeit unter den hiesigen klimatischen Bedingungen gibt.

Ein Schieferdach kann ohne Weiteres über 100 Jahre alt werden. Besonders hochwertige Qualität hat Schiefer aus dem Abbau unter der Verwitterungszone. Er sollte keine oder nur geringe Anteile an Kalk oder andere Verunreinigungen wie z.B. oxidierbare Erze aufweisen, und die Spaltoberfläche sollte immer von einer schützenden Glimmerlage eingehüllt sein.

Schiefer wird nicht nur im Außenbereich verwendet. Er eignet sich auch gut als dekorativer Bodenbelag. Sogar als Küchenarbeitsplatte kann er genutzt werden. Zum Schutz vor chemischen Substanzen und anderen Verunreinigungen sowie zur besseren Pflege wird er für diese Anwendungsbereiche speziell versiegelt. Schiefer bietet neben der tollen Optik alle Vorteile eines natürlichen und allergenfreien Baumaterials, das durch die Gebrauchsspuren mit den Jahren immer schöner wird – und ist gar nicht so teuer.

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